Andachten

Kurz innehalten. Sich für einen Moment besinnen, woher wir eigentlich kommen, was wichtig ist im Leben. Dabei helfen uns kurze Andachten. Die Pastorinnen und Pastoren des Kirchenkreises Rotenburg verfassen jede Woche zwei Zeitungsandachten für die Rotenburger Rundschau und die Rotenburger Kreiszeitung. Wir veröffentlichen sie hier und schaffen damit ein Archiv, auf das Sie zurückgreifen können, wann immer Sie möchten. Denn: Ihre Zeitung werfen Sie irgendwann in den Papierkorb. Die Andachten behalten jedoch ihre Gültigkeit jenseits der Tagesaktualität.

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So. 14.07.19
Einer trage des anderen Last
Kathrin Frost
Einer trage des anderen Last

Nun sitze ich in meinem Büro. Nur noch wenige Tage bis zum Jahresurlaub. Mein Kalender hat sich tatsächlich geleert und ich habe Zeit, Aufgaben abzuschließen, über vergangene Veranstaltungen noch mal nachzudenken und auch ein paar neue zu planen.
Mein Schreibtisch ist schon recht gut aufgeräumt, und allmählich merke ich, wie sich nach und nach Entspannung breit macht. In diesem Jahr habe ich das geschafft, von vielen anderen Kollegen weiß ich, dass es bei denen noch sehr hektisch und mit vielen Terminen vor dem Urlaub zugeht.
Das 1. Halbjahr 2019 ist – gefühlt – wieder sehr schnell vergangen. Es gab viele Höhepunkte, die ich fröhlich und mit Motivation erleben konnte. Zum Glück war ich nie allein. Es gab immer ein Team, das mit vorbereitet und durchgeführt hat. Menschen, die an den Veranstaltungen mitgewirkt und teilgenommen haben und so viel Freude daran hatten.
Es ist so schön, wenn man merkt, was alles möglich ist, wenn mehrere Menschen gemeinsam etwas anpacken und erleben.

Nun sitze ich also in meinem Büro und freue mich über das, was geschafft ist, auf meinen bevorstehenden Urlaub und die zweite Jahreshälfte mit all ihren Herausforderungen.

Während ich diese Zeilen schreibe, schaue ich auf der Internetseite www.kirchenjahr-evangelisch.de welche Bibeltexte für den kommenden Sonntag dran sind. Und als Bibelvers für die kommende Woche lese ich Worte, die aus einem Brief von Paulus an eine der ersten Christengemeinden stammen. Worte, die so passend sind zu meinen gerade geschilderten Gedanken.
„Einer trage des anderen Last“: Gemeinsam unterwegs sein, gemeinsam die Aufgaben schaffen, den Weg finden und sich freuen, dass man gemeinsam Hindernisse und Aufgaben bewältigt kann.

So ist der Wochenspruch aus dem Galaterbrief für die kommende Woche – für mich – immer wieder praktisch erlebbar. Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie das in ihrem Alltag erleben.

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Kathrin Frost

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So. 23.06.19
Was für ein Vertrauen …
Peter Handrich
Was für ein Vertrauen …

Was für ein Vertrauen … Unter diesem Motto haben sich in diesen Tagen rund hunderttausend Menschen getroffen. Beim Deutschen Evangelischen Kirchentag haben sie miteinander gesungen, gefeiert, diskutiert und einander von den guten Projekten erzählt, die es landauf, landab unter dem Dach der Kirche und auch nebenan alle so gibt.

Das Motto hat vor gut 2.600 Jahren in einem Krieg eine Rolle gespielt – Assyrien bedroht das übrig gebliebene südliche Israel, genannt Juda, mit einer überwältigenden Heeresmacht. Juda ist ein winziger Kleinstaat, der im nahen Osten zwischen allen Regionalmächten steht.

Aber der König Hiskia gibt nicht auf und betet zu Gott. Das ist immer eine fragwürdige Handlung, jedenfalls, wenn es ums Gewinnen eines Krieges geht, denn die Soldaten auf der anderen Seite sind schließlich auch Menschen. Und es ist im Krieg nie Gott, der auf der Seite der einen steht und nicht auf der Seite der anderen, es ist immer nur eine Idee vom eigenen Volk, die Krieg überhaupt erst auslöst – vom eigenen Volk, das natürlich wichtiger auf der Welt ist als alle anderen Völker. Gott hat nichts damit zu tun.

Hiskias Gebet ist ganz konventionell. Die Prediger der Kaiserzeit hätten es im Ersten Weltkrieg genau so formuliert.

Aber Gott hört aus diesem Gebet offenbar etwas ganz anderes. Die Assyrer ziehen ab. Sie zerstören Jerusalem nicht. So steht es nicht nur in der Bibel, so kann man es auch archäologisch nachweisen.

Warum ziehen sie ab? Haben sie verstanden, dass Frieden ein wichtigeres Gut ist als Vorherrschaft? Glauben sie plötzlich nicht mehr an »Assur first«? Oder sind sie es einfach nur Leid und wollen nach Hause zu den Frauen und Kindern?

Was für ein Vertrauen ...

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Peter Handrich

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So. 09.06.19
Pfingstwunder
Hilke Bauermeister
Pfingstwunder

Wie verbringen Sie die Pfingsttage? Gibt es bei Ihnen Spargel am Pfingstsonntag? Oder machen Sie vielleicht eine Radtour am Tag darauf? Wünschen Sie den Menschen, die Sie treffen, frohe Pfingsten?

Die Bibel erzählt vom Pfingstwunder. Mit Windesbrausen kam der Geist Gottes über die Jünger und brachte sie dazu, so von Jesus zu erzählen, dass einfach jeder verstehen konnte, was sie sagten. Jesu enge Vertraute empfingen den Heiligen Geist wie eine Gabe vom Himmel her. Und dann geschah etwas, das die ganze große Stadt Jerusalem erfasste. Menschen aus verschiedenen Ländern hörten die Jünger so von Jesus sprechen, dass eine jede und ein jeder die eigene Muttersprache hörte. Jeder, der den Jüngern zuhörte, konnte verstehen, worum es ging, als sie von Jesus, dem Sohn Gottes, predigten.

Das ist das Pfingstwunder. Sprachbarrieren werden überwunden. Grenzen fallen weg. Was Menschen voneinander trennt, das wird nichtig und klein. Gottes guter Geist ist da, und die Menschen finden zueinander. In einem Kirchenlied aus alter Zeit wird der heilige Geist so beschrieben: „Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, dass uns betrübe Zorn, Zank, Has, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, dass durch Liebesflammen sich wieder tun zusammen, die voller Zwietracht seind.“ (Evangelisches Gesangbuch 133, Strophe 7)

Bei den Pfingstgottesdiensten tun sich Christinnen und Christen zusammen, um daran zu denken, dass so viel Gutes durch Gottes Geist in der Welt ist. Am Pfingstmontag ist um 11 Uhr Gottesdienst unter freiem Himmel auf dem Pferdemarkt in Rotenburg. Dazu sind Sie herzlich eingeladen!

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Hilke Bauermeister

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Sa. 01.06.19
AN(GE)DACHT
Dr. Matthias Wilke
AN(GE)DACHT

"Gut gebrüllt, Löwe!" "Gut geschienen, Mond!"

An einem Sommermorgen: Vor sich hin schlurfend kam er aus der Arztpraxis, ganz in Gedanken vertieft. Man sah ihn aus der Haustür kommend rechts auf den Bürgersteig einbiegen und dann am Kindergarten vorbei in die Richtung des Bushaltestellenhäuschens gehen. Er sah nicht nach rechts. Er sah nicht nach links. Gebückt schlurfte er vor sich hin, als ihm das kleine Mädchen mit dem Fahrrad in die Hacken fuhr. „Aua!“ schrie er auf, drehte sich - und sah in ein ängstlich lächelndes Gesicht. Ganz aufrecht stand er auf einmal da und hörte eine leise Stimme: „Tschuldigung! Sie haben den Zettel hier verloren.“ Und das Mädchen reichte ihm den Einkaufszettel, der ihm aus der Tasche geglitten war. „Gut gebrüllt, Löwe“, sagte er später zu sich selbst. Denn durch den Schreck und den Ärger hatte
er seine Kraft wiedergefunden, war herausgerissen worden aus seiner Gedankenversunkenheit, ging mit wachem Blick über die Straße und in den Supermarkt.

An einem Sommerabend: Eigentlich viel zu müde für alles kam sie nach Hause. Es war schon spät. Was sie nicht alles an Gedanken angesammelt hatte: bei der Arbeit, im Telefonat mit ihrer Freundin, ihrem Mann, da irgendwo auf Geschäftsreise, weshalb der Urlaub ja auch ausgefallen war. Sie schlich in den Garten, eigentlich viel zu müde, um noch draußen zu bleiben. Aber: Sommerabend. Nur für einen Moment setzte sie sich auf den Gartenstuhl, mehr aus Versehen als geplant. Da erkannte sie ihn: da am Himmel war ja der Mond. Den hatte sie auf ihrem Heimweg bisher total ignoriert, so sehr waren ihre Gedanken mit sich selbst beschäftigt gewesen. Doch jetzt schaute sie hin: Er war hell, der fast volle Mond, und ein wenig hatte er einen rötlichen Schimmer. „Bisschen kitschig“, dachte sie – und doch: hell und ruhig. Blick für Blick entdeckte sie mehr: eine Fledermaus, Flugzeugstreifen am Himmel und als sie sich runterbeugte, um ihren arbeitsschweren Füßen Schuhfreiheit zu geben, da wurde ihr klar, dass das, was dem Gras sein Mondglitzern gab, die leichte Feuchtigkeit war, die der Abend  brachte. Fast 20 Minuten saß sie so da – und hätte sie wer gesehen, er hätte sie lächeln sehen. „Gut geschienen, Mond“, dachte sie voll Freude und erinnerte sich an ein altes Buch, in dem das stand. Denn durch sein Licht, hatte sie ihre Neugier wiedergefunden. Für einen Moment war die Alltagsmüdigkeit wie weg und sie
wieder neugierig auf das Leben – und ging mit Schwung zu Bett.

In einer Sommernacht: „Wir werden, fürchte ich, in den Morgen schlafen, soweit wir in die Nacht gewacht“. Leise wiederholte er für sich die Worte, die er gerade gelesen hatte, und dachte kurz nach, bevor er weiterlas. Noch ca. fünf Absätze las er, dann schloss er das Buch und löschte die Leseleuchte. Fertig, fein!
Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ – mit all seinen schönen Worten. Es war schon nach 24.00 Uhr, doch er fühlte sich einfach wohl. Das Buch rief so viele Erinnerungen, Gedanken und Bilder in ihm wach – wie ein kleiner Urlaub. Er ging ins Haus. Als er ins Schlafzimmer trat, stupste er sacht seine Frau an, die schon seit einer Weile schlief, und sagte leise zu ihr: „Schlaf morgen ruhig mal aus. Ich mache mit den Kindern eine Morgenwanderung und dann, so um 10.00 Uhr, frühstücken wir alle zusammen im Garten.“ Und im Mondlicht, das ins Schlafzimmer fiel, sah er, dass sie lächelte – und dachte zufrieden: „Gut geflüstert, Löwe“.
„Freundliche Reden sind Honigseim“, lese ich in der Losung für den Monat Juni, im Buch der Sprüche Salomos, im 16. Kapitel, denn sie sind „süß für die Seele und heilsam für die Glieder“.

Matthias Wilke
 

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Dr. Matthias Wilke

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Matthias
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So. 02.06.19
Outfit für das Herz
Jutta Wendland-Park
Outfit für das Herz

Ich saß neben einem jungen Mädchen und sagte: „Sie sind hübsch angezogen!“ Sie lächelte und antwortete: „Das habe ich mir zusammenstellen lassen für diesen speziellen Anlass.“ Und dann zeigte sie mir, wie man bei bestimmten Anbietern online seine Daten eingibt und den Anlass nennt, zu dem man perfekt angezogen sein will. Dort wird man von erfahrenen Stylisten beraten, welches Outfit passt und wie man den eigenen Stil damit unterstreichen kann. „Und dann kommt das Paket mit allem, was man haben wollte“, erklärte sie abschließend. Zugegeben, es hatte funktioniert.

Viele Menschen legen großen Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild. Doch dabei wird nur auf das geachtet, was vor Augen steht. Und wie steht es mit dem inneren Erscheinungsbild? Mit den Charaktereigenschaften und den Werten, die einem Menschen wichtig sind? Was wäre, wenn wir uns ein Paket schicken lassen könnten, wo Dinge wie Zufriedenheit, Kraft, Geduld und Liebe zusammengestellt würden. Genauso, wie wir es bräuchten, um selbst glücklich zu leben und die Welt ein wenig besser zu machen.

In der Bibel spielt das Aussehen keine Rolle, sondern der Blick ruht auf dem Innenleben eines Menschen. Dort wird sozusagen ein Outfit für das Herz angegeben. Im Kolosserbrief im 3. Kapitel heißt es: „So zieht nun an ... herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.“

Zwar lässt sich dieses Paket nicht in gewohnter Weise online bestellen, aber Gott hat die Verheißung gegeben, dass er den Menschen ein neues Herz und einen neuen Geist zu schenken vermag. Ich finde das ebenso eine attraktive Idee. Beides zusammen wäre perfekt.

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Jutta Wendland-Park

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So. 19.05.19
Christliche Werte
Rolf Hirte
Christliche Werte

Christliche Werte“, was ist das eigentlich? Immer wieder, und in Zeiten des Wahlkampfes besonders, hört man von manchen Politikern, wir müßten unsere christlichen Werte verteidigen. Was genau sie damit meinen, wird meist nicht gesagt. Ich habe so manches Mal den Eindruck, dass es nicht in erster Linie um Dinge des Glaubens geht, sondern eher um eine bestimmte traditionelle Lebensweise. Meiner Meinung nach müsste aber alles, was christlich genannt wird, daraufhin befragt werden, wie es sich zu dem, was Jesus Christus gelehrt und gelebt hat, verhält. Da selten danach gefragt wird, scheint mir das Argument der Verteidigung christlicher Werte oft nur vorgeschoben zu sein, um ganz eigene Interessen durchzusetzen.

Darum, so finde ich, ist Vorsicht geboten bei so manchen „Verteidigern des christlichen Abendlandes“. Denn bei ihnen handelt es sich nicht um Menschen, die sich an der Person und dem Handeln Jesu  Christi orientieren. Jesus hat nicht nur den Menschen Gerechtigkeit widerfahren lassen, sondern darüber hinaus hat er immer wieder versucht, Menschen, die unverschuldet oder auch selbst verschuldet aus der Gemeinschaft herausgefallen sind, zurückzuholen zu den anderen. Er hat geholfen, vergeben, versöhnt, geheilt. Daran müßte sich meiner Meinung nach alles orientieren, was sich christlich nennt.

Wer an der Klärung der Frage, was denn christlich sei, interessiert ist, könnte die Gemeinschaft anderer Christen suchen, z.B. im Gottesdienst, könnte in der Bibel, in den Evangelien nachlesen und mit anderen darüber diskutieren. Denn nur durch aufeinander zugehen und mit einander reden kommen wir weiter.

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Rolf Hirte

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Rolf
Hirte
Klilnikseelsorger am AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG
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Mo. 08.04.19
Alles hat seine Zeit
Ralf Altebockwinkel
Alles hat seine Zeit

Seit Jahren ist es Tradition in unserer Kirchengemeinde, dass in der Fastenzeit alte Kleidung für das Hilfswerk in Bethel gesammelt wird. Immer wieder begegne ich dann Menschen am Gemeindehaus, die säckeweise ihre Altkleider für diesen guten Zweck abgeben. Besonders berührt mich, dass ich auch einige Witwer und Witwen sehe, von denen ich weiß, dass sie vor kurzem ihren Partner oder ihre Partnerin verloren haben. Was für Erinnerungen wohl in diesen Säcken stecken, denke ich mir dann. Welche Überwindung es wohl gekostet hat, die alten Schränke auszusortieren, die Säcke zuzuschnüren und dann wegzubringen. Was wiegt schwerer? Der Schmerz der Trennung oder die Freiheit nun Platz für Neues zu haben, das das Leben füllen kann?

Worte aus der Bibel kommen mir in den Sinn: „Alles hat seine Zeit: Suchen hat seine Zeit, Verlieren hat seine Zeit; Behalten hat seine Zeit, Wegwerfen hat seine Zeit.“ Das Leben ist immer voll von Aufbrüchen und auch von Abschieden – vom Aufbauen und auch wieder vom Einreißen. Das mag auf den ersten Gedanken ernüchtern: Jede Wurzel, die wir schlagen, muss irgendwann ausgerissen werden. Wir können das nicht ändern, das hat Gott so bestimmt, „damit wir in Ehrfurcht zu ihm aufschauen“, wie es im Buch Kohelet in der Bibel weiter heißt.

Aber wir können versuchen, die Zeit, die gerade dran ist, auch wahrzunehmen und anzunehmen. Darin, so scheint mir, liegt die hohe Kunst des Lebens – in den Worten Kohelets: „Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein jeder Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.

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Ralf Altebockwinkel

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Pastor/-innen
Ralf
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So. 24.03.19
Spätes Ostern
Spätes Ostern

Dieses Jahr ist Ostern am 21./22. April. Normalerweise wäre Ostern aber schon am 21./22. März gewesen. Das es nicht so ist, liegt an einer Regeländerung auf der Synode (Kirchenversammlung) von Karthago im Jahr 525. Danach wird der Frühlingsbeginn auf den 21.März 0 Uhr festgesetzt und von einem gleichmäßig auf einer Kreisbahn umlaufenden Mond ausgegangen. Nach 19 Jahren wiederholen sich die Mondphasen zum selben Datum. Denn 235 Mondmonate entsprechen ziemlich genau 19 Jahren von Frühlingsbeginn bis Frühlingsbeginn. Der so errechnete zyklische Vollmond kann vom wahren astronomischen Vollmondzeitpunkt um einen Tag abweichen. Der erste Vollmond nach dem 21. März in diesem Jahr ist daher Freitag, der 19. April. Der folgende Sonntag, der 21. April, ist der Ostersonntag. Das letzte Mal kam es 1962 zu einer sogenannten Osterparadoxie. Die nächste wird im Jahr 2038 eintreten. Die ursprüngliche Regel, Ostern am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond zu feiern, wurde im Jahr 325 nach Chr. auf dem Konzil von Nicäa, einer Stadt in Kleinasien, dem heutigen Iznik in der Türkei, beschlossen. Konzile sind Versammlungen aller Bischöfe und kirchlicher Würdenträger zur Aussprache und Entscheidung über Angelegenheiten der Kirche. Die Beschlüsse der Konzilien gelten in den orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche als bindend. Die evangelischen Kirchen haben im Allgemeinen keine feste Liste anerkannter Konzilien, erkennen aber die Ergebnisse der ersten vier Zusammenkünfte aus den ersten fünf Jahrhunderten an. Auf Ostern bezogen hat man verkürzt gesagt beim 1. Konzil von Nicäa entschieden, dass alle Christen Ostern am gleichen Tag feiern sollten. Das Datum des Osterfestes wurde deswegen für alle verbindlich auf den ersten Sonntag nach Frühlingsvollmond festgelegt. Mit dem Beschluss waren aber die Schwierigkeiten nicht endgültig beseitigt, weil die genaue Festlegung des ersten Frühlingsvollmonds Probleme mit sich brachte. Die genaue Berechnung ist auch nicht so einfach zu verstehen. Früher gab es da auch erhebliche Abweichungen innerhalb der Kirchen. Schließlich setzte ein römischer Abt auf Veranlassung von Papst Johannes I. im Jahre 525 n.Chr. die gebräuchliche Rechnung durch, die bis heute Bestand hat.

So. 17.03.19
Freiheit
Matthias Richter
Freiheit

Sind Sie ein freier Mensch? Zugegeben, das ist eine schwierige Frage, weil Freiheit

so vielschichtig ist.

Wenn Sie die folgenden Fragen bejahen können, sind Sie wahrscheinlich tatsächlich frei:

Können Sie eine Anschuldigung auf sich sitzen lassen, ohne sich sofort rechtfertigen zu müssen?

Können Sie mit anderen zusammen sein, die klüger oder erfolgreicher

oder schöner oder sonst was sind, ohne neidisch zu werden?

Können Sie eine gute Tat für sich behalten, ohne es an die große Glocke zu hängen?

Können Sie einen Tag lang leben, ohne daran zu denken, was andere von Ihnen denken könnten?

 

Ich bin überzeugt, dass wir selbst unser größter Sklaventreiber sind. Wir stecken so viel Kraft in unser Image: wie wir ankommen, was andere von uns denken.

Wir brauchen so viel Energie, dass andere uns so erleben, wie wir gern wären (und dann auch noch denken, wir seien wirklich so).

Wir brauchen so viel anstrengendes Versteckspiel, dass verborgen bleibt, was andere irritieren oder abschrecken könnte.

Damit sind wir leicht Sklaven unserer Angst, abgelehnt zu werden und anzuecken. Und Sklaven unseres Zwangs, zu gefallen und Anerkennung zu finden.

Wie wir mehr Freiheit gewinnen, ist ein Kernthema des christlichen Glaubens. Mein Wert steht fest, weil Gott mich so akzeptiert. Das heißt nicht, dass ich mich nicht verändern und entwickeln sollte.

Aber niemand hier hat das letzte Recht, mich zu bewerten oder zu beurteilen – außer eben Gott.

Deswegen ist das Vertrauen auf diesen Gott für mich der Weg zur Freiheit.

Der sagt zu mir (und Gott sei Dank nicht nur zu mir): Du bist wertvoll. Das ist die Quelle meiner Freiheit.

Wenn ich mich aber davon abhängig mache, was andere über mich denken, werde ich nie frei sein. Ich müsste mich jede Minute neu positionieren, um zu gefallen und Anerkennung zu finden.

Ein Kollege empfiehlt als Freiheitstraining heimliche gute Taten: Tun Sie immer wieder etwas Gutes, was garantiert verborgen bleibt, womit Sie weder Eindruck schinden noch Lob ernten. Machen Sie etwas Unpopuläres, was Sie sich nicht an die Brust heften können. Das ist ein Heilmittel gegen die Sucht zu gefallen und zu beeindrucken. Bei riesigen Nebenwirkungen wissen Sie, dass es anschlägt.

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Matthias Richter

Matthias
Richter
Theologischer Direktor des Agaplesion Diakonieklinikums
Elise-Averdiek-Straße 17
27356
Rotenburg
Tel.: 
(04261) 77-0
Sa. 02.03.19
20 Minuten unter Bäumen – mit dem Evangelium…
Dr. Matthias Wilke
20 Minuten unter Bäumen – mit dem Evangelium und Theodor Fontane durch die Passionszeit

20 Minuten unter Bäumen – mit
dem Evangelium und Theodor
Fontane durch die Passionszeit

Vier Bäume möchte ich mit Ihnen „Von Turm zu Turm“ und rund um Kirchwalsede entdecken. Wir starten an einem Samstag (23. März) unter einem Apfelbaum in Westerwalsede, Dorfstraße 4. Dann treffen wir uns jeweils an den Freitagen (29. März, 5. April und 12. April), um 18.00 Uhr für 20 Minuten. In der Zeitung und den Schaukästen unserer Kirchen und Gemeindehäuser wird noch bekannt gegeben werden, in welchem Ort wir jeweils sind. Kommen Sie gerne, wenn es Ihnen passt, zu einem oder allen Treffen dazu. Bei den ersten beiden spielt der Posaunenchor Kirchwalsede, danach gehen wir aus dem eigenen Gesang weiter in das schweigende Hören auf die Natur. 2019 ist das 200. Geburtsjahr Theodor Fontanes. Der Apfelbaum, eine Wiese, die Linde und einen Birnbaum hat Fontane bedichtet. Seine Worte und die Bäume werden uns zur Brücke, die Passionsgeschichte Jesu wieder neu zu bedenken.Auf dass wir nicht in den Frühling stolpern, sondern bewusst auf Karfreitag und Ostern zugehen. Seien Sie herzlich willkommen!
Ihr Pastor Matthias Wilke

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Dr. Matthias Wilke

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Superintendentur
Matthias
Wilke
stellv. Superintendent
Goethestraße 20
27356
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(04261) 630 39 10
Fax: 
(04261) 630 39 19
Fr. 01.03.19
Wir lassen uns unsere Zukunft nicht…
KDA (Kirchlicher Die…
Wir lassen uns unsere Zukunft nicht verhetzen!

Wir erleben heute verbale Entgleisungen, die unser
Zusammenleben massiv gefährden. Die Algorithmen,
nach denen die neuen sozialen Netzwerke funktionieren,
polarisieren über Erträgliches hinaus. Es sei an
dieser Stelle auf die Zitierung von Hass-Sätzen aus dem
Netz verzichtet, um nicht zur Verbreitung beizutragen.
Aber dort ist seit geraumer Zeit zu beobachten, wie
die Gesellschaft in einzelne Gruppen zerfällt, die sich
mit grenzenlosem Hass überziehen. Sie schicken in
rasender Geschwindigkeit Lügen, Beleidigungen und
Verleumdungen um den Erdball, zerstören das Leben
Einzelner und vergiften das gesellschaftliche Klima.
Dieser Kulturkrieg vergiftet unser Zusammenleben und
dem gilt es entschieden entgegenzutreten.

Die Geschichte lehrt uns
Die Geschichte lehrt, dass andauernde verbale Gewalt
uns irgendwann in tätlicher Gewalt um die Ohren
fliegt. Das ist nicht eine Frage des Geschmacks. Der
Hass in den Online-Medien ist so toxisch, dass er unsere
Zivilisation massiv gefährdet.
Klar, die Zeit ist nicht zurückzudrehen. (Anonyme) Internetkommunikation
ist eine Realität mit vielen Möglichkeiten
– aber sie muss stärker zur Verantwortung
gezogen werden. Wir brauchen eine engere, zeitnahe
Regulierung von Online-Kommunikation, wenn wir
nicht wollen, dass das, was in politischen Prozessen zum
Schutz des Einzelnen vereinbart wurde, ausgehebelt
wird. Gesetze gegen Diskriminierung, Volksverhetzung
etc. müssen auch im Netz stärker zur Geltung kommen.
Gegebenenfalls gilt es sie für die digitale Realität anzupassen.
Die „Würde des Menschen ist unantastbar“,
das steht in unserem Grundgesetz und dem sind alle
in unserem Land verpflichtet! Meinungsfreiheit findet
ihre Grenze in der Unversehrtheit von Anderen. Die
selbstherrlichen Trolle, die sich offensichtlich nur durch
Diffamierungen, Verhöhnung, Bedrohung Anderer
erfahren, brauchen das zivilgesellschaftliche „Stopp“.
Sie, ebenso wie die verantwortlichen Online-Unternehmen,
müssen für die Verbreitung von Fake News
und Hate Talk u. a. strafrechtlich und finanziell haftbar
gemacht werden.

Grundlagen des Zusammenlebens
Laufen lassen ist keine Option, denn es geht um die
Grundlagen eines vertrauensvollen Zusammenlebens,
trotz Differenzen und Interessenunterschieden. Wenn
Hass und Lüge nicht deutlicher Ächtung und Regulierung
entgegengesetzt wird, müssen wir uns nicht wundern
über Beleidigungen und Gewalt im alltäglichen
(Berufs-)Leben – Zugbegleiterinnen werden bespuckt,
Rettungssanitäter tätlich angegriffen, Lehrerinnen
verklagt, Sachbearbeiter im JobCenter beleidigt ...
Ja, es gibt im Alltag viel Grund zum Ärger, zum Frust,
aber weder nach oben noch nach unten dürfen dabei
Grenzen des Respekts überschritten werden. Gewalt
löst keine Probleme – weder im Zwischenmenschlichen
noch im Zwischenstaatlichen, weder in Familien noch
in Betrieben.

„Suchet Frieden und jaget ihm nach!“ – jede*r – überall – auch im Netz.
 

 

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
"Wir lassen uns unsere Zukunft nicht verhetzen!" - WORTMELDUNG März 2019
Waltraud Kämper, Referentin für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt
kaemper@kirchliche-dienste.de

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KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt)

Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Archivstraße 3
30169
Hannover
Tel.: 
(0511) 1241-449
So. 24.02.19
Neustart mit Gänseblümchen
Alexa Wilke
Neustart mit Gänseblümchen

Die 13-Jährige schmeißt die Tür hinter sich zu und wirft sich mit einem Wutschrei aufs Bett. Einige Minuten später klopft es. „Lass mich in Ruhe“, klingt es von drinnen: „Ich will nichts hören!“ Draußen wird es ruhig. Die Tochter liegt auf dem Bett und horcht auf die Stille. Sie denkt an nichts und wartet. Wie war es zu dem Streit gekommen? Sie erinnert sich nicht. Aber wie es jetzt weitergeht, das ist klar. Wie immer. Drei Tage Sendepause und dann der nächste Streit. „Ich hau ab“, murmelt sie. „Ich halt das hier nicht mehr aus.“ Der neue Gedanke gibt ihr Energie. Sie steht auf, geht zum Schrank. Sucht Sachen zusammen. Als sie den Rucksack hochnimmt, fällt etwas raus. Trockene Blumen. Sie hockt sich auf den Boden. Sucht die Blüten zusammen. Ein zerdrückter Kranz aus Gänseblümchen. Sie erinnert sich an den Nachmittag im Sommer. Die Wiese in der Sonne. Ständig waren ihr die Stängel kaputtgegangen. Die Mutter hatte alle Ruhe der Welt gehabt und ihr immer wieder neu gezeigt, wie sie die Blumen zusammenstecken musste. Bis es dann endlich geklappt hatte. Sie wiegt die Blumen in der Hand. Steigt die Treppe runter. Legt den Rucksack auf den Tisch. „Wir waren ganz schön lange nicht mehr wandern“, sagt sie und spielt beiläufig an der Küchenmaschine. Die Mutter sieht sie an. Schaut auf den Rucksack. Sie lächelt. „Ja. Lass uns mal wieder zusammen losziehen.“

Toll, wenn ich eigentlich schon genervt weiß, was als nächstes kommt und dann höre oder sehe ich etwas, das die immer gleichen Bahnen durchbrechen hilft. „Heute sollt ihr auf das hören, was er euch zu sagen hat! Macht euch nicht total zu und stellt euer Herz auf Empfang.“ (Hebräer 3,15, zitiert nach der Volxbibel).

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Alexa Wilke

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(04261) 3061644
So. 27.01.19
Schätze im Kalender
Jens Ubben
Schätze im Kalender

Herzlich willkommen im neuen Jahr! 2019 ist angebrochen. Doch schon im Dezember hat etwas neu begonnen: Das Kirchenjahr. Eine faszinierende Sache! Eine wiederkehrende Abfolge von Sonntagen, bestimmten Wochen, Festen. Teilweise richtig lang mit Vorbereitungszeiten und mehreren Festtagen. Sie stehen für zentrale Themen unseres Glaubens. Und die sollen gefeiert werden!

Es ist der Versuch, in unser Zeitsystem etwas einzuarbeiten, was menschlichem Zeitmaß ja eigentlich entzogen ist. Da ist eine Spannung: Mit dem Kommen Jesu auf diese Welt ist eine völlig neue Zeit angebrochen. Aber dass sich das, was Jesus Gottesreich nennt, vollständig realisiert, steht noch aus. Das Kirchenjahr blickt also fröhlich zurück und hoffnungsvoll wartend nach vorne. Und mittendrin wir Menschen und unsere Kalender.

Das Kirchenjahr ist eine gute Weise, in unserem menschlichen Zeitmaß etwas Zeitloses erfahrbar werden zu lassen: Gott, der sich uns in Jesus Christus zeigt. Wenn unter uns heute Feste gefeiert werden, sind die Anlässe manchmal vorgegeben. Oft werden sie aber geschaffen. Freude und Lust am Feiern sind dann der Anlass. Das System des Kirchenjahres schlägt uns Anlässe vor, die uns von außen entgegenkommen. Die Anlässe unterbrechen wohltuend das Alltägliche. Und über ein Jahr hinweg spannen sie einen Bogen, der uns zeigt: Gott liebt uns, trägt unser Leben mit Anfang und Ende.

Unser Leben ist von Anfang an durch Gott wertgeachtet, bekommt seinen Sinn nicht durch Leistung oder Erfolge. Dafür kam Jesus Christus in unsere Welt, versöhnte Gott und Mensch, überwand durch seine Auferstehung den Tod, kehrte schließlich in Gottes Ewigkeit zurück. Seinen Heiligen Geist ließ er zurück, um eines Tages zurückzukehren und das begonnene Reich Gottes endgültig zu verwirklichen.

Diese Gedanken finden ihren Ort und ihren festlichen Rahmen an jedem Sonntag, in jedem Kirchenjahresfest. Nehmen wir neben den typischen Kalenderangaben doch auch bewusst das Kirchenjahr wahr! Würdigen wir die Vorbereitungszeiten der Feste, begehen wir die Feste selbst in ihren Inhalten bewusst! Auch in diesem Sinne: Ein gutes, gesegnetes neues Jahr!

Ihr Jens Ubben, Pastor in Scheeßel

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Jens Ubben

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Jens
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Pastor
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So. 20.01.19
Kein Witz!
Dr. Matthias Wilke
Kein Witz!

Vorbei der ganze Zauber, denkt sich Claudia und packt etwas schweren Herzens alle Weihnachtssachen wieder ein. Zuletzt die Krippe – und das Jesuskind soll in Watte in eine Streichholzschachtel. War schön, dieses Jahr Weihnachten. Da kommt ihre kleine Tochter ins Zimmer, fragt ernst, warum Jesus denn wieder gehen muss, und erzählt, ohne die Antwort abzuwarten, einen Ostfriesenwitz, der ihr gerade wichtig ist.

Altbekannt und doch muss auch die Mama schmunzeln: Ein Ammerländer verlegt in Ostfriesland neue Überlandleitungen. Hoch oben arbeitet er an einem Mast, hoch über einer Weide. Kommt ein Ostfriese vorbei, lacht und geht weiter. Kommt ein zweiter, lacht ebenfalls und geht weiter. Dem nächsten aber, der grinsend an ihm vorbeigehen möchte, ruft der Ammerländer von oben herab zu: „Was gibt es denn da zu lachen?“ „Dumme Frage“, antwortet der Ostfriese. „Unter deinem Zaun laufen doch alle Kühe durch!“

Es gäbe wohl für alle viel weniger zu lachen, wenn wir immer verstehen würden, was der andere tut. Missverständnisse können einfach Freude machen. Wenn beide lachen. Lacht über längere Zeit nur einer, lacht oft bald keiner. Klug deshalb, wer fragt und sich befragen lässt.

Claudia packt weiter ihre Weihnachtssachen ein, aber nach dem Gespräch mit ihrer Tochter nun anders. Das Jesuskind bleibt da. Beide stellen es mit der kleinen Krippe hoch oben auf den Schrank. Da steht es nun an der Ecke, mehr zu ahnen als zu sehen. Aber sie beide wissen es und können sich beim „Unterdurchlaufen“ auch im Hochsommer immer mal wieder lächelnd daran erinnern: „Von Jesu Christus haben wir alle empfangen Gnade um Gnade“ (Johannes 1,16). Kein Witz – und immer wieder schön.

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Dr. Matthias Wilke

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Mo. 24.12.18
Nur nicht ja und Amen
Dr. Michael Blömer
Nur nicht ja und Amen

Ab Montag ist Weihnachten – das Fest des Friedens. Komischer Weise ist es das nicht, weil das Weihnachtsgeburtstagskind Jesus ein friedlicher Mensch war und vom Frieden gesprochen hat und friedlich mit seinen Zeitgenossinnen und -genossen umgegangen ist. Vielmehr ist Weihnachten das Fest des Friedens, weil dieser »holde Knabe im lockigen Haar« in diesem Stall unter diesen unheilbar romantisch anmutenden Bedingungen geboren worden ist. Dazu all dieses Halleluja und die Engel und die Hirten und der Weihrauch und die Weisen aus dem Morgenland.

Es spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, dass eine Geburt im Stall schon aus hygienischer Sicht nur sehr scheinbar etwas Romantisches hat und die jungen Eltern mit ihrem Kind gleich nach der Geburt ziemlich unromantisch nach Ägypten fliehen mussten, weil der König des Landes dem Kind nach dem Leben trachtete – macht nichts, Weihnachten ist und bleibt, egal wie seine Randbedingungen auch waren, das Fest des Friedens.

Wenn wir natürlich nach Syrien oder in den Jemen sehen oder sogar ins Geburtsland des holden Knaben, dann werden wir auch in diesem Jahr feststellen müssen, dass wir zwar alle Jahre wieder das Fest des Friedens begehen und einander in ganz friedlicher Absicht Smartphones, Parfüms oder gar ein Buch schenken – dass allerdings der Friede in jedem Jahr, in dem wir ihn feiern, weit hinter den in ihn gesetzten Erwartungen zurück bleibt.

Daran können wir wie in jedem Jahr leider wenig ändern. Außer vielleicht: Einspruch einlegen, wenn wieder jemand schlecht über andere redet. Hinsehen, wenn alle anderen wegsehen. Protestieren, wenn Gewalt eine Lösung zu sein scheint.

Ganz kleine gute Dinge tun. Und niemals resignieren.

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Dr. Michael Blömer

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So. 23.12.18
Morgen, Kinder, wird´s was geben!
Dr. Matthias Wilke
Morgen, Kinder, wird´s was geben!

„Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!

Eure Güte laßt kundsein allen Menschen! Der Herr ist nahe!“ (Philipper 4 ,4-5). Und wie ist Ihnen gerade zumute, denken Sie an morgen (übermorgen)? Möchten Sie vor Freude springen? Oder ist Ihnen eher nach Grübeln über eine Zeitstreckungsmaschine, die den Tag auf 32 Stunden verlängert, damit Sie doch noch in Ruhe backen, putzen, Karten schreiben, einpacken könnten?

Wie auch immer: „Morgen, Kinder, wird’s was geben…“ Das steht außer Frage, nur was? Oh ha, morgen früh noch zum Bäcker und die Gans abholen und den Weihnachtsbaum schmücken und… was ich nicht alles vergessen könnte, wenn es blöd käme – und was würde das dann geben?

„Welch ein Jubel, welch ein Leben wird in unserm Hause sein…“ Ja, eine Menge Leben, wenn der Lennart über die Carla stolpert, weil er doch auf jeden Fall schneller bei den Geschenken sein möchte als seine krabbelnde Schwester. Eine Menge Leben, wenn Onkel und Tante zum vierundzwanzigsten Mal von ihrem Urlaub auf den Malediven anfangen zu erzählen, obwohl Oma lieber „Schneeflöckchen“ singen möchte. Oder eben auch gar kein Leben, weil ich am Heiligabend alleine in der Stube sitze.

„Freuet euch in dem Herrn allewege!“ Ein Jubel wird auf jeden Fall um uns sein. Denn ganz gleich, was alles es sonst noch bei uns geben wird (oder auch nicht), mit Blick auf die Krippe und leisem Gesang werden Gottes Engel mit und für uns beten – wenn „Am Weihachtsbaume die Lichter brennen“: „Gesegnet seid, ihr alten Leute, gesegnet sei, du kleine Schar! Wir bringen Gottes Segen heute dem braunen wie dem weißen Haar.“

 

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Dr. Matthias Wilke

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Sa. 01.12.18
Andacht zu Charles Dickens
Hilke Bauermeister
Andacht zu Charles Dickens

Kennen Sie die Geschichte von Ebenezer
Scrooge? Der britische Autor
Charles Dickens hat sie erfunden. 1843 ist
die Erzählung unter dem Titel „Ein Weihnachtslied“
erschienen. Scrooge ist Geschäftsmann,
ein alter Geizhals, griesgrämig
und missmutig.

Am Morgen des 24. Dezember lädt ihn
sein Neffe zum Weihnachtsessen ein.
Doch der Onkel lehnt
ab – wie alle Jahre. Von
Weihnachten will er
nichts wissen.

Als Scrooge abends
allein ist, passiert etwas
Merkwürdiges.
Ihm erscheinen drei
Geister, der Geist der
vergangenen Weihnacht
zuerst, dann die
Geister der gegenwärtigen
und der künftigen
Weihnacht.

Der erste Geist zeigt
Scrooge den Tag, als
sich seine Verlobte von
ihm trennt, weil sie das
Gefühl hat, Scrooge interessiere
sich viel zu sehr fürs Geld.

Es folgt der Geist der gegenwärtigen
Weihnacht. Er lässt Scrooge die fröhliche
Feier im Hause seines Neffen sehen. Ihm
wird es weh ums Herz, weil er nicht dabei
ist.

Schließlich kommt der dritte Geist,
der Geist der künftigen Weihnacht, der
unheimlichste von allen. Der zeigt dem
gestrengen Geschäftsmann, was ihn erwartet,
wenn sich nichts ändert in seinem
Leben.

Und dann geschieht etwas mit Scrooge.
Er verwandelt sich. Am Morgen des
25. Dezember ist er ein neuer Mensch. Er
besucht seinen Neffen und fortan spendet
er stets großzügig für wohltätige Zwecke.

Aus dem herzlosen alten Geizhals
wird über Nacht ein gütiger, hilfsbereiter
Mensch. Davon erzählt Charles Dickens in
seiner weihnachtlichen Geistergeschichte.
Obwohl gar nicht erwähnt wird, aus
welchem Anlass wir Weihnachten feiern,
so zeigt die Erzählung
doch, was an diesem
Fest so berührt. Gott
kommt in die Welt,
und da merken die
Menschen, was es
heißt, ein Mensch zu
sein.

Der Neffe von Ebenezer
Scrooge sagt:
„Weihnachten ist doch
die einzige Zeit im
Jahr, in der Frauen und
Männer gleichermaßen
ihre sonst so verschlossenen
Herzen
öffnen und aufhören,
ihre Mitmenschen danach
zu beurteilen,
ob sie höher oder niedriger gestellt sind
als sie selbst. In dieser schönsten Zeit des
Jahres sehen die Menschen einander an
als das, was sie eigentlich sind: Geschöpfe,
die gemeinsam durchs Leben gehen.“
Weihnachten lässt die Herzen erweichen,
weil wir angesichts des Gotteskindes
merken, dass wir alle Gottes Kinder
sind. „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede
auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“
(Lk 2,14)

 
Eine frohe Advents- und Weihnachtszeit
wünscht Ihnen
Hilke Bauermeister

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Hilke Bauermeister

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Sa. 01.12.18
Advent, Advent … Worauf warten?
KDA (Kirchlicher Die…
Advent, Advent … Worauf warten?

Ist doch klar, auf Weihnachten und auf Ferien! Auf
Geschenke und gute Gefühle. Mindestens für unsere
Kinder trifft das hoffentlich ungebrochen zu.
Und wir Erwachsenen? Das kommt darauf an. Vielleicht
überstrahlt ein in naher Zukunft liegendes
Ereignis alles andere: Wir feiern in wenigen Wochen
unsere Hochzeit. Wir treten die lang ersehnte
Arbeitsstelle an. Wir begleiten unseren Vater beim
Sterben.

 
Für die meisten von uns wird es solche Eindeutigkeit
dessen, auf das sie warten, nicht geben. Sie warten
vielleicht auf nichts. Das Leben geht seinen Gang,
hat seine Hochs und Tiefs und ist insgesamt ein schönes
Leben. Das ist ja schon eine ganz Menge. Und
bei dankbarem Gemüt stellt sich Zufriedenheit ein.
Mit dieser Haltung bewegt man allerdings nichts.
Wenn es gut geht, bleibt der status quo erhalten.
Wenn nicht, gebe ich mich schicksalsergeben dem
was kommt hin.

 

Und mit weniger dankbarem Gemüt? Warte ich vielleicht
auch auf nichts, finde mich mit der Situation
ab, wie sie ist, bin aber eher unzufrieden. Und ich
habe Erklärungen dafür, warum so vieles so schlecht
läuft und weiß, was passieren müsste, damit alles
schnell besser wird: Die Politiker ..., die Chefs …, die
Kirche …, die Flüchtlinge … Und wenn das Gemecker
zu Ende ist, mir keiner mehr zuhört, setze ich mich
mit Bier und Chips aufs Sofa …

 

Ob wir darauf warten oder nicht, es kommen Ereignisse
auf uns zu. Das sind private, persönliche und
auch solche, die viele Menschen auf einmal betreffen
werden oder sogar den ganzen Planeten. Wir
haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten, uns darauf
einzustellen: „Immer kommen lassen, wird schon
schiefgehen, kann man sowieso nicht ändern.“ Oder
wir krempeln die Ärmel auf, überzeugt davon, dass
es auch an uns liegt, was da auf uns zukommt und
wie, ob es uns umhaut oder ob wir es mitgestalten.
Unsere Familie, unser Ort, unser Land, unser Planet
lebt von Leuten, die anpacken, die kleinen Booten
und großen Tankern mit falschem Kurs Stück für
Stück neue Richtungen geben. Die Stubenhocker
wissen natürlich, dass das alles nicht reicht, dass die
anderen Schuld haben … Aufstehen, mitmachen, mit
Gleichgesinnten Kompromisse finden: Alles anstrengend!
Wer sich trotzdem darauf einlässt, erlebt nicht
selten ein Wunder: Die befürchtete Anstrengung
verkehrt sich in einen Kraftquell, Freundschaften
entstehen, neue Perspektiven stellen sich ein, Hoffnung
wächst, das Leben macht Sinn. Tausende von
Bürgerinitiativen, Vereinen, Kirchengemeinden
können das bezeugen.

 
Advent, das will uns ermutigen: Hoffnung ist begründet,
trotz der Katastrophen, die wir vielleicht
auf uns zukommen sehen. Selbst wenn sie unausweichlich
wären, sind sie nicht endgültig. Wir können
etwas zum Besseren verändern und Gott wird
es tun.

 

 
WORTMELDUNG Dezember 2018
Autor: Reinhard Benhöfer, Referent für Umwelt- und Klimaschutz

Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt
Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Advent, Advent … Worauf warten?
 

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So. 25.11.18
Wie weit ist mein Horizont?
Thomas Steinke
Wie weit ist mein Horizont?

Kopfkino: Ich stehe am Meer, frische Luft, gelblich-roter Himmel, der Horizont eine klare Linie, hinter der die Sonne als feuriger Ball verschwindet. Ich liebe es, diese Weite. Sie stellt mein kleines Leben und meine kleine Welt in einen großen Zusammenhang.

Auf einmal tauche ich wieder auf, mitten in meinem Alltag. In meiner privaten Welt, in der es um meine Familie, um mich, um unsere Freundinnen und Freunde geht. In der sich alles um unser persönliches Wohlergehen dreht. Zumindest in dem Sinn, dass die Dinge funktionieren und wir größere Katastrophen möglichst von uns fernhalten. Mein Horizont: Bis zum Gartenzaun?

Und manchmal auch nur bis zum Abend? Weil jeder Tag seine eigenen Herausforderungen hat und mich voll und ganz fordert. Abarbeiten von Listen, was alles zu erledigen ist. Leben von der Hand in den Mund.

Auch gesellschaftlich? Wie weit ist unser Horizont da eigentlich? Setzen wir uns nur für unsere eigene Berufs- oder Interessensgruppe ein, für unsere eigene Altersgruppe? Was ist mit den anderen? Mit den nachfolgenden Generationen oder mit den alten Menschen? Und mit denen hinter unserer Landesgrenze oder die von dort zu uns gekommen sind?

Und unser kirchlicher Horizont, reicht der nur bis zum eigenen Kirchturm? Und die Nachbargemeinden, die anderen Konfessionen oder die Menschen anderer Religionen und Weltanschauungen interessieren uns nicht wirklich?

In diesen Tagen zwischen Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag tritt sie uns entgegen, die Frage nach unserem Horizont. „Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden“, heißt es in Psalm 90, Vers 12. Im Horizont meines begrenzten Lebens rücken sich die Dinge heilsam zurecht. Überlege ich, was mir wirklich wichtig ist. Wofür und wem ich verantwortlich bin. Wozu ich eigentlich lebe, worauf ich am Ende einmal zurückblicken möchte: Dass Menschen Vorrang haben vor Dingen, dass Beziehungen wichtiger sind als alles Materielle. Dass der Horizont meiner Verantwortung weiter ist als meine engen Grenzen. Dass ich nicht zuerst als Vertreter der Institution Kirche in Erinnerung bleiben möchte. Sondern als Freund von Jesus Christus, durch den andere etwas von seiner Liebe erfahren haben.

Und doch ist die Grenze meines eigenen Todes nicht der letzte Horizont für mich: Hinterm Horizont geht's weiter. Darum nochmals Kopfkino – nein, viel mehr: Versprechen des auferstandenen Jesus Christus an alle, die ihm vertrauen: „Wenn die Sonne Deines Lebens sinkt, dann werde ich da sein. Hinterm Horizont warte ich auf Dich, in der neuen Welt Gottes, in der Ewigkeit.“
Was für ein grenzenloser Horizont! Ich liebe diese Weite!

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Thomas Steinke

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Mission, Ökumene und Partnerschaft
Thomas
Steinke
Pastor für Gemeindeinnovation in den Kirchenkreisen Rotenburg und Bremervörde-Zeven
Querweg 2a
29640
Schneverdingen
Tel.: 
(05193) 9662586
So. 18.11.18
"Suche Frieden und jage ihm nach"
Rolf Hirte
"Suche Frieden und jage ihm nach"

Es ist Volkstrauertag, ein Feiertag, an dem in vielen Ortschaften unseres Landes an die gefallenen Soldaten der Weltkriege und der Kriege unserer Tage gedacht wird. Ebenso wird in den Gedenkfeiern an das Leid der verschleppten, verletzten und getöteten Zivilisten und an alle Opfer von Gewaltherrschaft erinnert.

Die Opfer von Krieg und Gewalt mahnen uns, immer wieder für den Erhalt des Friedens und die Ermöglichung friedlichen Miteinanders zu arbeiten. Gerade heute scheint mir das besonders wichtig zu sein. In den Jahren des „Kalten Krieges“, war für viele Krieg zu führen einfach undenkbar, weil ein nuklearer Krieg millionenfachen Tod und das Ende der uns bekannten Zivilisation bedeutet hätte.

Heute scheint es mir für immer mehr Menschen wieder denkbar zu werden, mit kriegerischen Mitteln die eigenen politischen Ziele durchzusetzen. Aber Frieden lässt sich auf die Dauer nicht mit Gewalt sichern. „Suche Frieden und jage ihm nach“. So heißt es in der Bibel in Psalm 34. Frieden kann schnell entschwinden, darum muß man ihm nachjagen. Das ist anstrengend. Aber es lohnt sich. Vertrauen aufbauen und stärken, lernen wie man Konflikte lösen kann ohne Gewalt.

Und das passiert ja auch schon: bei Schüleraustausch und Städtepartnerschaften, guten Handelsbeziehungen und Kulturaustausch mit anderen Nationen. Ich wünsche uns allen einen langen Atem und viel Phantasie für viele Projekte, die Menschen aus aller Herren Länder zusammenbringen, um gemeinsam Probleme zu lösen und um gemeinsam zu feiern.

Und so mag aus dem Gedenken am Volkstrauertag dann in der Zukunft etwas Frohes erwachsen.

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Rolf Hirte

Arbeitsbereiche im Kirchenkreis: 
Diakonische Einrichtungen
Rolf
Hirte
Klilnikseelsorger am AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG
Elise-Averdieck-Straße 17
26365
Rotenburg (Wümme)
Tel.: 
(04261) 77-36 63

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